Wir Wa-Wa-Wa-Wa-Wandern

Warum die letzten Tage hier Funkstille gewesen ist? Wir waren Wandern! Im wunderschönen Tara Nationalpark. Eine wunderschöne Bilderauswahl werden wir sicherlich in den nächsten Tagen (oder eher Wochen) ((oder vielleicht Monaten)) als Blogbeitrag zusammenstellen. Vorher muss unser Fotoauswahlprozess noch optimiert bzw. überhaupt erstmal eingeführt werden. Mir geht es jedenfalls so, dass ich beim Wandern immer viel zu viele Fotos schieße, weil ich von der Natur und der Atmosphäre so begeistert bin und mich da total reinsteigere und dieses Gefühl am liebsten in tausend Fotos festhalten möchte. Klappt aber meistens nicht, bin halt nur eine Schnappschussjägerin. Quantität vor Qualität. Heute gibt es jedenfalls kein Foto für euch, weil es mir gerade viel zu schwer fällt, die zwei drei „besten“ Schnappschüsse auszusuchen (die Königsdisziplin bei der Bilderauswahl). Also müsst ihr euch noch ein wenig gedulden. Bis bald!

Tagebucheintrag vom 21. September 2020

Nach zwei (!) Monaten ist es soweit. Hier kommt die versprochene Fotoauswahl. Ein Versprechen an mich selbst, denn für mich dient dieser Blog dazu, unsere Fotoerinnerungen zu kanalisieren. Da wir uns aktuell im Lockdown in Griechenland befinden, bin ich besonders dankbar über das Freiheitsgefühl und die schönen Momente, die wir beim Wandern in Serbien erleben durften. Die folgenden Fotos sind im Zeitraum vom 17. bis 21. September 2020 im Tara Nationalpark entstanden.

Gestartet sind wir in Bajina Basta mit einem kurzen Stop in der Touristeninfo, um eine Karte vom Nationalpark zu besorgen. Nach einer waldigen Fahrt und einer Pause bei Sljivovica erreichten wir den Tara NP in Mitrovac – ein leergefegtes Touristenörtchen mit geschlossenen Souvenirläden und unbelebten Hotelanlagen. Da die Ortschaft nicht gerade einladend auf uns wirkte, fuhren wir weiter zu dem Waldparkplatz, von dem aus wir bei einem Abendspaziergang die Aussichtspunkte Ostra Stena und Vila Dren bzw. Kozja Stena erreichten. Auf dem Parkplatz sagte uns ein Fuchs gute Nacht und am nächsten Morgen erwachten wir zauberhaft umhüllt von einem Nebelvorhang. Unser Morgenspaziergang führte uns schließlich zum Aussichtspunkt Banjska Stena.

Dann ging es weiter über offroadige Straßen („not maintained for passenger cars“) einmal quer durch den Nationalpark. Auf der einzigen asphaltierten Straße kamen wir in eine krasse LKW-schneidet-die-Kurve-und-wir-sowie alle-nachfolgenden-Autos-müssen-zurücksetzen-Situation. Die restlichen Straßen waren nur noch Schotterwege mit Schlaglöchern, aber Waldrian meisterte sie alle. Zwischendurch haben wir uns auf einem Bauernhof verfahren, ich habe mich in meinen Traumhund verliebt, auf eine kleinere Wanderung folgte eine größere und wir ließen uns auf einer Lichtung bei Borovac nieder. Während unserer Hauptwanderung haben wir sogar Bärenspuren entdeckt. Den dazugehörigen Bären haben wir allerdings (glücklicherweise?) nicht gesichtet.

Unseren letzten Abend im Tara NP verbrachten wir am Jezero Zaovine (der See „Zaovine“) in einer Sackgasse vor einem ominösen, verschlossenen Tunneltor. Marco hat dort unsere Handbremse eingestellt. Dummerweise haben wir am nächsten Tag beim Wegfahren unseren Keil vergessen, weil wir die Straße nur rückwärts rausfahren konnten und dabei so konzentriert waren, dass wir nicht mehr in Tunnelrichtung geblickt und ihn auf der Straße liegen gesehen haben. Wir verließen den Tara NP und wollten eigentlich die auf der Karte gelb und orange eingezeichneten Straßen nach Mokra Gora nehmen. Irgendwie wich das Kartenmaterial jedoch signifikant von der Open Street Map Karte auf unserem Garmin Navogationsgerät ab, sodass wir plötzlich die gesamte Strecke auf nirgends eingezeichneten Wald- und Wanderwegen fuhren. Mit einer blinkenden Tankanzeige im Augenwinkel eine aufregende Fahrt, da wir bei den unbefestigten Straßenverhältnissen hinter jeder Kurve einen umgefallenen Baum oder andere Hindernisse erwarteten. Lief aber alles glatt und wir kamen unversehrt in Mokra Gora an. Die Nacht verbrachten wir auf einem Campingplatz in Zlatibor, da nach so vielen Wandertagen mal wieder Wäsche waschen angesagt war. Ich hatte dort sehr viel Spaß mit dem Platzstreuner, der leider den Pullover von Marco vom Wäscheständer geholt und den Ärmel angefressen hat, weshalb Marco den kleinen Hund am nächsten Tag nicht mehr leiden konnte (ich habe das Loch aber inzwischen wieder zugenäht).

2 Gedanken zu „Wir Wa-Wa-Wa-Wa-Wandern“

  1. Endlich wieder Blogeinträge 😀
    Ich habe sie schon sehr vermisst !
    Habe bei deinen Schnupies- Fotos auch einen Kleinen entdeckt den ich sofort ins Herz geschlossen habe 😍
    Ich hoffe ihr habt an eurem Strand noch viel Zeit zum Schreiben 😘

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